Stellungnahme der Träger öffentlicher Belange mit Hinweisen oder Einwendungen; Brandschutzdienststelle Landkreis Regen - Beschlussfassung


Daten angezeigt aus Sitzung:  Sitzung des Stadtrates, 13.01.2025

Beratungsreihenfolge
Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.
Stadtrat Sitzung des Stadtrates 13.01.2025 ö 2.12

Beschluss

Der Stadtrat nimmt die Stellungnahme der Brandschutzdienststelle Landkreis Regen vom 06.07.2023, die nachfolgenden im Original zitiert ist, zur Kenntnis.
Zu dieser Stellungnahme ergeht folgende Abwägung:
Die erforderliche Grundversorgung gemäß DVGW Merkblatt W 405 und ein Laufweg von ca. 100m zur nächstgelegenen Löschwasserentnahmestelle sind vorhanden. 
Mögliche Brände können auch ohne Inanspruchnahme der privaten Flächen der Baugrundstücke auch von der öffentlichen Straße „Am großen Pfahl“ ausgelöscht werden. 
Die Baufelder bzw. die baulichen Anlagen sind mit den erforderlichen Zufahrten erschlossen, dass Feuerwehrfahrzeuge die notwendigen Flächen erreichen können. 

Stellungnahme Brandschutzdienststelle Landkreis Regen vom 06.07.2023:
„Aus Sicht der Feuerwehr wird zu o.g. Vorhaben wie folgt Stellung genommen: 

1. Ausstattung der örtlich zuständigen Feuerwehr 
Bezeichnung der örtlich zuständigen 
Feuerwehr: FF Viechtach 
Ausrüstung: KdoW, ELW 1, HLF 10, DLA(K) 23/12, 
LF16/12, TLF 20/40-SL, GW-L, RW 2, 
MTW 
Personalstärke: ca. 69 Aktive 
Anfahrt der örtlich zuständigen Feuerwehr: ca. 2,00 km 
Weitere Kräfte nach Bedarf entsprechend der vorhandenen Alarmplanung des Landkreises Regen für die Stadt Viechtach. 

2. Löschwasserversorgung 
Bebauungsplan Punkt 4.6.2 
Stellungnahme: Rechtsgrundlage 
Für das im Bebauungsplan ausgewiesene Gebiet und die beschriebene Nutzung muss die Grundversorgung mit Löschwasser gemäß DVGW-Merkblatt W405 im Umfang von mindestens 96 m³/h über einen Zeitraum von mindestens zwei Stunden im Umkreis von 300 m sichergestellt sein. 
Dabei sind die Löschwasserentnahmestellen so anzuordnen, dass die jeweils nächstgelegene Löschwasserentnahmestelle innerhalb eines Laufweges von maximal 80 – 120 m erreicht werden kann Art, Standort und Ausführung der Löschwasserversorgung sind entgegen § 9 Abs. 1 Pkt. 13 BauGB im Bebauungsplan nicht vollumfänglich dargestellt und kann somit seitens der Brandschutzdienststelle nicht bewertet werden. Die korrekte Umsetzung der Löschwasserversorgung liegt daher in der Verantwortung der Stadt Viechtach. 
Die erforderlichen Hydranten müssen einen Leitungsdruck von mindestens 1,5 bar aufweisen; dabei sind nur Hydranten einzubauen, die über ein Prüfzeichen nach DIN-DVGW verfügen. 
Weitere Anmerkungen: 

3. Zufahrt 
Bebauungsplan Punkt 4.5 
Stellungnahme: Rechtsgrundlage 
Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes muss verkehrstechnisch so erschlossen sein, dass er für Feuerwehr und Rettungsdienst im notwendigen Umfang zugänglich ist. 
Die notwendigen Zufahrten müssen so ausgeführt werden, dass sie mit Feuerwehrfahrzeugen mit einer Achslast von 10 t und einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 16 t, einer Länge von 10 m, einer Breite von 2,5 m und einem Wende-kreisdurchmesser von 10,5 m zügig befahren werden können. 
§ 9 Abs. 1 Pkt. 11 BauGB 
Art. 4 Abs. 1 Nr. 2 BayBO 
Richtlinien über Flächen 
für die Feuerwehr 
Richtlinie für die Anlage 
von Stadtstraßen 
Weitere Anmerkungen: 
Die Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt) empfehlen bei Sackgassen mit einer Länge von mehr als 50 m eine Wendeanlage – dies ist je nach geplanter Ausführung der Erschließung im vorliegenden Fall ebenso zu beachten. 

4. Bebauung 
Bebauungsplan Planliche u. Textliche Festsetzungen 
Stellungnahme: Rechtsgrundlage 
Die Bebauung ist so auszuführen, dass der Brandausbreitung vorgebeugt und die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind, dabei sind die Vorga-ben der BayBO zu beachten. 
Art. 12 BayBO 
Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr

Weitere Anmerkungen:
5. Schlussbemerkung 
Alle geltenden Vorschriften hinsichtlich Vorbeugenden und Baulichem Brandschutz sind unabhängig von den hier aufgeführten Bemerkungen einzuhalten. 
Die Stellungnahme der Feuerwehr bezieht sich ausschließlich auf die Belange des abwehrenden Brandschutzes und des technischen Hilfsdienstes. Sie dient dazu, einen eventuell erforderlichen Einsatz der Feuerwehr vorzubereiten und die Wirksamkeit der erforderlichen Maßnahmen sicherzustellen. Alle vorgehend aufgeführten Gesetze, Verordnungen und Richtlinien sind in ihrer jeweils aktuellen Fassung zu verstehen. 
Grundsätzlich bleibt die Anhörung der Feuerwehr im Einzelfall vorbehalten. „

Abstimmungsergebnis
Dafür: 20, Dagegen: 0

Datenstand vom 24.02.2025 13:57 Uhr