Aufstellung des Bebauungsplanes "Brandäcker II" im Bereich der Grundstücke Fl.-Nr. T. a. 259, T. a. 260 und T. a. 262 im Ortsteil Freiweidach gemäß § 13b BauGB; Aufstellungsbeschluss.


Daten angezeigt aus Sitzung:  Sitzung des Gemeinderates, 09.12.2019

Beratungsreihenfolge
Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.
Gemeinderat Marquartstein (Gemeinde Marquartstein) Sitzung des Gemeinderates 09.12.2019 ö 5

Beschluss

Der Gemeinderat Marquartstein beschließt die Aufstellung des Bebauungsplanes „Brandäcker II“ im Bereich der Grundstücke Fl.-Nr. T. a. 259, T. a. 260 und T. a. 262 im Ortsteil Freiweidach, der wie folgt umgrenzt ist:
Im Norden durch die derzeit landwirtschaftlichen Flächen,
im Süden durch den rechtskräftigen Bebauungsplan „Brandäcker“ (WA) und dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Wohnbauprojekt MARO“ (WA),
im Osten durch den derzeitigen rechtskräftigen Bebauungsplan „Freiweidach“ (WA) und dem künftigen Bebauungsplan „Freiweidach Nord“ (WA) und
im Westen durch den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Wohnbauprojekt MARO“ und den derzeit landwirtschaftlichen Flächen.
Die Umgrenzung dieses Gebietes ist im beiliegenden Entwurf, der einen Bestandteil dieses Beschlusses bildet, gekennzeichnet.

Das Gebiet wird als allgemeines Wohngebiet (WA) festgesetzt.

Erfordernis und Ziel des Bebauungsplanes „Brandäcker II“ ist es die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung von Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäusern zu schaffen.

Die Gemeinden haben die Bauleitpläne aufzustellen, sobald und soweit es für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist (§ 1 Abs. 3 BauGB). Die Voraussetzungen hierzu sind gegeben. Für die Aufstellung von Bauleitplänen ist die Gemeinde in eigener Verantwortung  zuständig (§ 2 BauGB). Zweck des Bebauungsplan ist es, eine städtebauliche Ordnung mittels Festsetzungen zu schaffen (§ 8 Abs. 1 BauGB).

In der Gemeinde Marquartstein besteht ein erheblicher Bedarf nach Bauland, um darauf Einfamilienhäuser oder auch Mehrfamilienhäuser für Miet- oder Eigentumswohnungen errichten zu können. Diesem wird mit dieser Bebauungsplanaufstellung Rechnung getragen. Gemäß § 1 Abs. 5 BauGB soll eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung unter Berücksichtigung sozialer, wirtschaftlicher und umweltschützender Anforderungen erfolgen. Ferner wird gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 2 BauGB auf die Wohnbedürfnisse, insbesondere auch von Familien mit mehreren Kindern, der Schaffung sozial stabiler Bewohnerstrukturen, der Eigentumsbildung, sowie den Anforderungen kostensparenden Bauens berücksichtigt. Insbesondere werden gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 3 BauGB die Bedürfnisse von Familien beachtet. Auch richtet man das Augenmerk auf die Fortentwicklung des vorhandenen Ortsteils gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 4 BauGB. Des Weiteren wird gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB den Belangen des Umweltschutzes Rechnung getragen, einerseits durch eine flächensparende Bebauung (kleinere Grundstücke), andererseits durch noch festzusetzende und bereits vorbesprochene Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde.    

Die Erschließung des Wohngebietes erfolgt durch eine noch zu errichtende öffentliche Straße, die an die Kreisstraße TS34 angebunden werden soll. Die Anbindung an die öffentliche Wasserversorgung, sowie an die Abwasserentsorgung ist möglich.

Die zu beanspruchenden Flächen liegen im Außenbereich und schließen an bebaute Ortsteile an.
Der § 13b BauGB sieht die Einbeziehung von Außenbereichsflächen in das beschleunigte Verfahren vor.  

Der Bebauungsplan wird daher im beschleunigten Verfahren nach § 13b BauGB ohne Durchführung einer Umweltprüfung (§ 2 Abs. 4 BauGB) aufgestellt; die Voraussetzungen hierfür sind erfüllt (§ 13b i. V. m. § 13a Abs. 1 Satz 4 und 5 BauGB).
 
Der Flächennutzungsplan ist im Wege der Berichtigung anzupassen (§ 13b i. V. m. § 13a Abs. 2 Nr. 2 BauGB).

Mit der Ausarbeitung der Planung wurde das Architekturbüro Roland Richter, Freilassing, beauftragt. Der Beschluss ist ortsüblich bekannt zu geben.

Gleichzeitig beschließt der Gemeinderat die Unterrichtung der Öffentlichkeit über die allgemeinen Ziele und Zwecke, sowie die wesentlichen Auswirkungen der Planung nach § 13b BauGB i. V. m. § 13a Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 BauGB.

 

Abstimmungsergebnis
Dafür: 11, Dagegen: 3

Datenstand vom 23.01.2020 14:23 Uhr